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Archiv für die Kategorie ‘Hall of fame’

Hall Of Fame – Stolz

Original: http://www.weg-des-stifts.de/smf/hall-of-fame/stolz/

 

Eine Frau am Straßenrand
hübsch und schlank
doch ohne Verstand

Studium der Pädagogik
alles Frauen
ohne Logik

Das Kleinkind brüllt
im Arm der Mutter
die niemals einen Traum erfüllt

Sie sucht den Platz in dieser Welt
der nur ihr gehört
und doch der Mann behält

Kurz und episch und die Hexen

Oktober 26, 2010 1 Kommentar

Eine weitere Runde unseres Kurzgeschichtenwettbewerbs ist zuende gegangen und der Gewinner steht fest.

Becky hat mir ihrer Geschichte “Die Hexe” den Siegertitel davongetragen. Herzlichen Glückwunsch. :-)

Hier die Geschichte und hier der Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/hall-of-fame/die-hexe/

Frierend saß er hinter dem Baum und suchte vergeblich nach Spuren von Wild. Der junge Mann gab schließlich auf und kehrte erneut mit leeren Händen zum Dorf zurück. Böse sah man dem erfolglosen Jäger hinterher und gab seiner Unfähigkeit  die Schuld für die Hungersnot. Erst in der Taverne machte er halt und ließ den Kopf auf den Tresen sinken. Fordernd starrte ihn die Wirtin an. Als er nicht reagierte, wurde er an den Schultern gepackt und auf den Boden gezerrt. Keiner der Gäste half ihm gegen die Schläge und Tritte und auch der Jäger selbst hatte nicht die Kraft sich zu wehren. Eine Frau mit kurzen Haaren half ihm schließlich auf und brachte ihn zu ihrer Hütte.
Obwohl sie nicht den Eindruck von Geborgenheit erweckte, gab es ein wärmendes Feuer, dessen Rauch nur durch die Fenster abziehen konnte. Verlegen nahm er den gebotenen Becher entgegen und trank einen Schluck von dem heißen Sud. Ein bitterer Geschmack breitete sich auf seiner Zunge aus, aber der Hunger ließ ihn weiter trinken. Als er das Haus wieder verließ war er gestärkt und gewärmt wie schon seit einigen Wochen nicht mehr.

Das Feuer unter dem Kessel warf bedrohliche Schatten an die schiefen Wände. Von der tiefen Decke hingen mannigfaltige Kräuter und der Raum war kaum begehbar ob der verschiedenen Utensilien. Ihre rußgeschwärzten Hände wischten den Schweiß von der Stirn, als die Frau sich einen Moment Ruhe gönnte.  Jetzt durften ihr keine Fehler mehr unterlaufen, nicht so kurz vor dem Ziel. Ein letztes Mal ließ sie die Mischung aufkochen, dann nahm sie den Kessel vom Haken und goss sie in eine Tonschüssel. Sie hatte die Handschuhe vergessen, aber die Verbrennungen fielen ihr kaum auf. Vorsichtig schob sie die Schüssel auf das Fensterbrett, lief aus dem Haus und sammelte den frischen Schnee in ihrer Schürze. Bedächtig bedeckte sie ihre Arbeit mit einem weißen Mantel, der die Medizin vollenden sollte. Glücklich fuhr sie durch ihr kurzes Haar und fing gleichzeitig an zu lachen und zu weinen.

Die Bürger des Dorfes brauchten nicht nach ihr zu suchen, denn die Hexe stand schon, in ihrem Wahnsinn lachend und weinend, vor ihnen. Die Kälte schien ihr nichts anzuhaben und ihr rußverschmiertes Haupt, die kurzen Haare und die verbrannten Hände ließen auf Teufelsanbetung schließen.
Der Jäger stand in hinterster Reihe und sah zu, wie die Hütte Feuer fing. Taub vor Schmerz und Schuldgefühlen sah er der Frau ein letztes Mal in die Augen, bevor sie sterbend in den Schnee sank.

Aber auch die andere Teilnehmerin Grace mit der Geschichte “Der Stein” soll erwähnt werden. Vielen Dank für die Teilnahme. :-)

Ihre Geschichte findet ihr hier: http://www.weg-des-stifts.de/smf/kurzgeschichten/der-stein-391/

Lyrik in der Runde Nr. 3

Und auch die dritte Runde hat wieder Fürchte getragen.

Zum Thema Humanität hat Saga mit ihrem Gedicht “Humanität” das Siegerpodest bestiegen.

Herzlichen Glückwunsch. :-)

Humanität
Seit Urgezeiten im Wandel
und doch stets beständig.
Grundlage jeder Gesellschaft
und doch selten vorhanden.

Menschlichkeit
Das Zeichen einer schönen Seele,
doch sind wir uns dessen bewusst?
Wieso fehlt diese Eigenschaft so oft,
wenn sie doch mal gebraucht wird?

Harmonie
Von Körper und Geist,
von Gedanken und Gefühlen.
Eins mit sich und seiner Umwelt,
und aufopferungsvoll für andere.

Perfektion
Besitzt kein einziger Mensch.
Und doch gilt es als Ziel,
welches es anzustreben gilt.
Dann winkt uns eine freundlichere Zukunft!

Der Link zum Original: http://www.weg-des-stifts.de/smf/gedichte/humanitat/

Lyrik in der Runde Nr. 1

Wir haben einen Gewinner des ersten “Lyrik in der Runde” Wettbewerbs. :-)

Der Sieg geht an senselesssince1993 mit seinem Gedicht “Die Mauer”.  Herzlichen Glückwunsch. :-)

Im starren Verharren,
ist der Lohn die Stagnation.
Das grelle Gebelle,
der Hunde im Munde,
steht sie da;
die große Runde

Die Mauer wird grauer;
in ihr gefangen;
musst du zitternd bangen;
denn ihr dunkler Erbauer,
ist und war schlauer

Du bist nicht alleine;
gebrochen die Beine;
Wirst noch tiefer sinken,
und kannst nur noch hinken.

In deinem Gefängnis,
stehst du in der Runde,
und gerätst in Bedrängnis;
sie wächst jede Stunde

Ich will gern zu euch rein,
doch kann ich nicht sein,
wie du und die anderen;
die Mauer sagt nein,
und kriegt einen Stein

Der zweite Teilnehmer und war Ryoki mit seinem Gedicht “Die Bestie erwacht”, was hier zu finden ist.

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