Originalthread: Klick mich
Okay, eine FanFiktion des Filmes/Buches Der Herr der Ringe, die ich schon länger schreibe und auf einer anderen Seite bereits gepostet habe. Ich wollt einfach mal wissen, wie ihr diese so findet. Für Kritik bin ich offen ^^ und: nobody is perfect! =D
Als erstes erstmal die Info, dass mir Der Herr der Ringe nicht gehört und dass ich mit der Geschichte kein Geld oder so verdienen möchte, lediglich meine Ideen in die berühmte Geschite reinfließen lassen! =D
Kapitel 1
„Kind, du wirst noch krank, wenn du nicht aus dem See rauskommst!“ Meine Mama stemmte ihre Hände in die Hüften und blickte mich böse an.
„Aber Mama…“, rief ich, innerlich betend, dass sie mich noch mehrere Runden schwimmen lässt. Doch mein Traum ging nicht in Erfüllung. Wie gemein das doch war. Alle anderen Kinder durften weiterschwimmen, nur ich nicht. „Komm jetzt raus!“ Meine Mama klang nunmehr wütend, und seufzend schwamm ich ans Ufer, wo mich meine Mama sofort in ein großes Handtuch wickelte. „Du bist mir aber auch eine! Komm, schnell nach Hause unter die warme Bettdecke!“, sagte sie, rubbelte mich grob ab, wickelte ein neues Handtuch um mich und schickte mich los. Sie selbst sammelte meine verstreuten Anziehsachen ein und als ich mich umdrehte, sah ich, wie sie kopfschüttelnd auf den See sah, meine Freunde blickten mich traurig an. Dann lief meine Mama mir nach.
Ich lief den mit Blättern bedeckten Hügel hoch und folgte dem Weg, der mich geradewegs nach Hause brachte.
Wie gemein Mama doch war, ich durfte mich noch nicht einmal von meinen Freunden verabschieden. Wie traurig sie mich angesehen hatten. Morgen, wenn der graue Nebel noch unser Haus von den anderen Häusern trennte, würde ich wieder zurückgehen und mit ihnen spielen.
„Lady Ythra!“ Ich zuckte zusammen, nur ein Junge nannte mich so. Langsam drehte ich mich zu der Person um, die mich lächelnd ansah. „Legolas… Prinz…“, stellte ich, wie ich vorher schon vermutet hatte, fest und verbeugte mich rasch. Einen Prinzen und seinen Eltern sollte man höflich gegenüberstehen, das hat Mama immer gesagt.
„Legolas, du musst nicht immer vorrennen!“, ertönte eine weitere Stimme und die Königin tauchte hinter einem Hügel auf. Als sie mich sah, lächelte sie. „Guten Abend, Ythra!“, sagte sie. Ich riss die Augen auf, ihre Schönheit verblüffte mich immer wieder. Und dann verbeugte ich mich, so wie Mama mir das beigebracht hatte.
„Warst du schwimmen?“, fragte sie dann und legte ihrem Sohn eine Hand auf die Schulter. „Ja, meine Königin. Und meine Freunde auch! Wir hatten viel Spaß!“, sagte ich höflich. Die Königin nickte mir zu.
„Ythra, wirst du wohl nach Hause gehen! Du wirst noch krank!“, rief meine Mama, die mich eingeholt hatte. Als sie die Königin und Legolas erkannte, verneigte sie sich kurz. „Guten Abend!“, sagte sie. „Guten Abend!“, lächelte die Königin. Ich verabschiedete mich, winkte dem Prinzen zu und rannte nach Hause. Meine Mama unterhielt sich noch kurz, dann kam sie mir nach.
Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, und wie ich es vermutet hatte, trennte der graue Nebel unser Haus von den anderen. Lächelnd suchte ich mir meine Anziehsachen, und fand sie über dem Kamin, wo Mama sie am Abend aufgehängt hatte. Ich kroch in die angenehm warmen Sachen, zog meinen Mantel unter meinem Kissen hervor- ich versteckte ihn dort immer, und legte ihn mir an. Dann öffnete ich mein Fenster und kletterte auf das Fensterbrett. Und nach einem kleinen Sprung landete ich sanft in einem braun- roten Laubhaufen, der im Winter immer etwas höher war als im Sommer.
Hastig machte ich mich auf den Weg durch den Nebel zurück zum See. Es war kalt draußen und wenn ich ausatmete, entstand ein eigener Nebel vor meinem Gesicht. Eigentlich ganz witzig, aber ich hatte dafür keine Zeit.
Nach ein paar Minuten war ich am See angekommen, vergnügt setzte ich mich auf den Laubhaufen, den ich am Tag zuvor gemacht hatte und sah auf das ruhige Wasser. Am Rand war es ein bisschen eingefroren, so kalt war es. Mir wurde auch ein bisschen kalt, ich schlang meine Arme um meinen Oberkörper und versuchte so, mich selbst zu wärmen.
Meine Freunde waren noch nicht da. Aber sie würden kommen, das wusste ich ganz genau.
Der Nebel, den ich vor meinem Gesicht machte, verschwand immer ganz schnell, und er flüchtet immer, wenn ich meine Hände vor dem Mund hielt. Hatte ein Nebel etwa auch Angst?
„Ist dir nicht kalt?“, fragte jemand hinter mir und erschrocken stand ich auf und drehte mich um. „Legolas… Prinz!“, erkannte ich. Er nickte nur, nahm seinen Umhang ab, trat auf mich zu und legte mir seinen Umhang über die Schultern. Er war viel dicker und viel wärmer als meiner. „Danke…“, sagte ich und mir wurde viel zu schnell warm. Vielleicht hatte ich jetzt auch so rote Wangen wie Mama, wenn sie mit dem Pferdemann von nebenan sprach.
„Warum bist du so früh wach?“, fragte Legolas und sah sich um. „Meine Freunde kommen gleich, ich wollte mit ihnen spielen…!“, antwortete ich und setzte mich wieder auf den Laubhaufen. Legolas setzte sich neben mich. „Wie heißen sie denn?“, fragte er. „Sie haben keine Namen…“, sagte ich nur.
„Meine Mutter hat gestern mit deiner Mutter gesprochen und die sagte, du wärst alleine im See gewesen… Ist das nicht zu gefährlich?“, fragte er weiter. „Nein, weil meine Freunde dabei waren!“ „Aber du warst alleine, das hat deine Mutter gesagt!“ Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich fragend an. „Ich war nicht alleine, meine Mama hat meine Freunde nur nicht gesehen!“ Legolas runzelte die Stirn, das sah witzig aus. Ich kicherte. „Das verstehe ich nicht… unsichtbare Freunde?“, sagte er. Ich schüttelte den Kopf, stand auf und ergriff seine Hand. „Komm, ich stelle dich ihnen vor. Ich weiß, wo sie wohnen!“ Er stand auf und folgte mir, als ich ihn mit mir zog.
Am Ufer des Sees hielten wir an und ich ließ seine warme Hand los. Ich ging in die Knie, er machte mir das nach, und ich zeigte auf eine kleine Pflanze am Ufer, die so groß war wie meine eigene Hand. „Das ist einer meiner Freunde!“ Ich winkte der Pflanze zu. „Kannst du mit ihnen reden?“, fragte Legolas und ich nickte. „Ja, und sie wollen auch mit dir reden!“ Legolas rückte näher an die Pflanze, und als er immer noch nichts hörte, hielt er sein Ohr ganz nah an seine Pflanze. Ich kicherte, das sah wirklich witzig aus. „Ich höre aber nichts…“, stellte Legolas beleidigt fest und setzte sich im Schneidersitz vor die Pflanze. „Wieso sprechen sie mit dir und nicht mit mir?“, fragte er schmollend und verschränkte seine Arme vor der Brust.
Ich kratze mit meinem Zeigerfinger an meiner Wange und überlegte. Dann fiel mir etwas ein. „Ich weiß, wie du sie verstehen kannst! Das erste Mal hab ich sie ja auch nicht verstanden, aber… Ich habe einfach mit meinem Herzen zugehört…! Versuch mal!“ Der Junge sah mich mit hoch gezogenen Augenbrauen an, beugte sich erneut zu der Pflanze und schloss die Augen.
„Und?“, wisperte ich ihm nach einer Weile zu. Legolas zog sich zurück und öffnete sein strahlend blauen Augen, die mich anblickten. „Ich habe sie gehört!“, rief er aus. Ich nickte. „Natürlich hast du das!“, grinste ich.
„Mein Prinz?!“ Legolas zuckte zusammen, stand ruckartig auf und zog mich auf die Beine. „Komm mit, wir müssen uns verstecken!“ Er ergriff meine Hand und zog mich hinter ihm her, in den nächsten größeren Busch, in dem wir beiden gemeinsam hockten. „Was ist los?“, fragte ich leise. „Ich darf gar nicht so früh aus dem Haus, aber als ich dich gesehen habe, wollte ich unbedingt zu dir. Jetzt suchen mich die Wachen…“, antwortete der Prinz leise und seufzte. „Dann bleiben wir hier und verstecken uns!“, grinste ich nur und Legolas grinste zurück.
Die nächsten Tagen haben Legolas und ich ganz oft miteinander gespielt und ich habe ihm meine ganzen Freunde vorgestellt. Und er brachte mir dafür bei, wie ich mit einem Bogen umgehen musste. Wir hatten echt viel Spaß.
Doch an einem Tag kam er einfach nicht. Dabei hatten wir doch gesagt, dass wir uns immer treffen, wenn die Sonne ganz oben stand. Aber er kam nicht. Traurig ging ich nach Hause, als es wieder kalt wurde.
„Wieso bist du denn so früh?“, fragte Mama mich und ich rannte in ihre Arme, um mich trösten zu lassen. „Ich glaube, Legolas mag mich nicht mehr. Er ist heute nicht gekommen!“ Mama strich mir über den Kopf und brachte mich ins Bett. „Das darfst du Legolas nicht übel nehmen. Er ist ein Prinz und muss Unterricht nehmen!“, sagte Mama dann. Ich nickte und schniefte in mein Taschentuch. „Glaubst du, er kommt morgen wieder?“ Mama seufzte und deckte mir zu. „Ich weiß es nicht, mein Schatz!“ „Erzählst du mir eine Geschichte?“, fragte ich dann. Sie nickte und machte eine Kerze an, die sie auf mein Bettschränkchen stellte.
„Es war einmal eine kleine Elbin, die sich mit dem Prinzen ihres Volkes angefreundet hatte. Sie spielten jeden Tag… Hier gehts weiter!