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Archiv für die Kategorie ‘Leseprobe’

Du!

http://www.weg-des-stifts.de/smf/gedichte/du!/

 

Liebe ist, dass du mir das Messer bist,
mit dem ich in mir wühle.
Denn die Liebe sind Gefühle.
Gefühle, die ich vielleicht nicht kenne.

Denn du bist mir der Spiegel,
der mir vertrauensvoll zeigt,
in welche Richtung sich mein Leben neigt.

Das Leben, das ich mit dir teile,
vielleicht nicht bis in alle Ewigkeit,
jedoch für eine Weile.

Leseprobe: Im Auge des Sehers von Ryoki

Das erste Kapitel meiner neuen Fantasystory. Hier der Originalthread; http://www.weg-des-stifts.de/smf/fantasy/im-auge-des-sehers/msg9877/#new

>1<

Ich hatte gewusst, ich war nicht beliebt. Ganz im Gegenteil. Wahrscheinlich hegte ein jeder Bewohner des Hafenviertels einen tiefen, so wie auch unbegründeten Groll gegen mich.

Daher war es für mich auch schwer, ja schon fast unmöglich, sie von meiner Unschuld zu überzeugen.

Insbesondere wenn die aufgebrachte Menge mit schartigen Macheten, blitzenden Säbeln, blutigen Fleischermessern und grausamen Todesflüchen auf den Lippen hinter mir her jagte.

Keuchend kauerte ich mich in die Ecke eines kleines Boots. Irgendwie hatte ich es geschafft mich den Blicken meiner Verfolger zu entziehen und mich dort zu verstecken. Mein Herz hämmerte, meine Lungen brannten und mein Körper zitterte. Die alte Decke, die mir als Blickschutz diente, stank nach altem Fisch, was die höllischen Schmerzen beim Atmen nur noch verstärkte. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass mein Brustkorb kurz vorm Bersten war, zwang ich mich ruhig und flach zu atmen. Das Rauschen des Meeres übertönte wahrscheinlich meine Atmung, dennoch befürchtete ich, dass sie das dumpfe Hämmern meines Herzens hören würden.

Das Geschreie kam näher. Verzweifelt drückte ich mich gegen das Holz der Kisten in meinem Rücken. Als könnte ich mich in den Schatten zwischen den Kisten und der Reling verkriechen. Zur Sicherheit presste ich mir die Hand auf Mund und Nase. Meine Lunge protestierte mit höllischen Schmerzen, Schwindel ergriff mich, doch ich wagte nicht zu atmen. Niemals würde ich ihnen in die Hände spielen! Niemals würde ich mich einfach so gefangen nehmen und richten lassen! Ich hatte ein Versprechen gegeben und ich hatte nicht vor dies zu brechen.

Doch diese Zuversichtlichkeit, die ich mir selbst eingeredet hatte, wurde schlagartig zerstört. Das Boot schwankte verdächtig und ich vernahm einen dumpfen Schritt auf dem morschen Holz. „Ich schau auf den Booten nach. Sucht ihr dort drüben weiter nach diese Stück Dreck!“ ertönte eine tiefe Männerstimme. Entmutigt sackte mir mein Herz in die Knie kehlen. Der Sauerstoffmangel trieb mich über meine Grenzen und zwang mich dazu wieder zu atmen. Ich betete inständig, dass es mein Verfolger nicht hören würde, obwohl mir mein Atem so laut wie ein tosender Sturm erschien. Die Schritte kamen immer näher. Ich spannte meine schmerzenden Muskeln an, bereit jederzeit aufzuspringen und zu fliehen. Aufgeben hatte ich noch nicht. Plötzlich stieß der Mann ein siegreiches Grunzen aus und tat einen Schritt auf mein Versteck unter der Decke zu.

Schwer schluckte ich den Kloß in meinem Hals herunter. Erneut brach mir der Angstschweiß aus und tränkte meine zerrissene Kleidung. Es folgte ein weiterer schwerfälliger Schritt in meine Richtung. Jeden Moment könnte er mich in meinem provisorischen Versteck entdecken. Er würde die Decke wegreißen, mich an der Gurgel packen. Wenn ich Glück hatte, würde er mich sofort umbringen. Wenn nicht, dann würde ich mitten in der Stadt am Pranger hängen, was einen langsamen und überaus grausamen Tod bedeutet hätte.

Ganz schwach schüttelte ich den Kopf. Das waren eindeutig die falschen Gedanken. Ich presste meine Zähne angespannt aufeinander. Vielleicht würde ich es schaffen ihn zu überraschen und über Bord zu werfen. Das würde mir wenigstens ein paar Sekunden Zeit verschaffen.

Und dann hörte ich den letzten Schritt. Er war nun genau vor mir. Ich sah schon sei hasserfülltes Gesicht, roch seinen verfaulten Atem, erkannte das wütende Funkeln in seinen stechenden Augen und spürte die brennenden Schläge auf meiner Haut.

Und tatsächlich griff er nach der Decke. Nur ein kleines Stückchen neben meinem Kopf krallten sich seine Finger in die alte Decke. Ich spannte meine Muskeln an. Ich würde losstürmen, sobald er sie wegriss. „Habe ich dich…“ knurrte er gefährlich. Doch bevor mein letzter Schutz weggerissen wurde, ertönte hinter ihm eine ruhige, aber schneidende Frauenstimme. „Was bei den Heiligen tust du dort? Runter vom Boot und bring dich in Sicherheit! Was ist so schwer daran zu verstehen, dass ein Dämon hier sein Unwesen treibt? Ich habe es nach dem letzten Todesfall überall verkünden lassen!“ „Gesandte… Und wir haben Ihnen schon gesagt, dass es dieses Monster war. Hier gibt es keine Dämonen!“ brummte der Mann nur missmutig und verunsichert. Doch ich bemerkte nur, dass sich sein Griff gelockert hatte. Vielleicht kam ich ja doch noch davon. „Ihr habt doch alle keine Ahnung! Allein die Tatsache, dass ihr einer Magierin nicht geglaubt habt, könnte euer gesamtes Dorf in Schwierigkeiten bringen. Also rette dein Leben, folge meinen Worten und bringe eine sichere Entfernung zwischen dich und den Hafen. Dann wirst du auch sogleich das Wesen sehen, welches wirklich für den Tod des Bürgermeisters verantwortlich ist!“

Der Mann zögerte eine Sekunde, ließ löste dann aber seinen Griff und verließ fluchend das kleine Boot. Ich konnte nicht fassen, dass ich noch einmal davon gekommen war. Doch eine Garantie, dass ich den Tag überleben würde, war dies noch lange nicht. Immerhin musste ich noch einen Weg aus der Stadt finden.

Aber ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als die Decke plötzlich ein Stück zur Seite geschoben wurde. Ich war zu geschockt um zu reagieren. Weder hatte ich ihre Schritte nahen hören, noch habe ich gespürt, als sie das Boot betreten hatte. Unfähig zu handeln blinzelte ich ein paar Mal, um meine Augen an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Langsam zeichnete sich aus den bunten Lichtflecken ein junges, hübsches Frauengesicht ab. Klare blaue Augen musterten mich, während ich nur still zurück starren konnte. Plötzlich seufzte sie und flüsterte: „Es ist besser, wenn du vorerst versteckst bleibst. Diese Hafenbewohner haben doch echt einen Schaden… Wenn ich dich jetzt rausschmeiße, wirst du deren sinnlosen Zorn keine zwei Minuten überleben. Also sei brav Junge und reg dich nicht, bis ich dir sage, dass du raus kannst… Und fang schon einmal an zu beten, dass du diesen Tag überleben wirst.“ Dann schenkte sie mir ein schwaches Lächeln und zog mir die Decke über mein verdutztes Gesicht.

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Leseprobe: Die magischen Vier I – Wasser von Bonnie

Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/fantasy/die-magischen-vier-i-wasser/

Prolog

Als ich noch ein ganz kleines Mädchen war, verbrachte ich die kalten und eisigen Winter oft bei meinen Großeltern. In ihrem Haus war es stets warm und gemütlich und es roch immer nach der köstlichen Suppe, deren Rezept nur meine Großmutter wusste. Sobald wir zu dritt diese Suppe verspeist hatten, ließ ich mich auf den weichen Teppich fallen, der direkt vor dem Kamin lag, während meine Großeltern auf ihren Schaukelstühlen Platz nahmen. Alles erschien mir wie in einem Bilderbuch, bis mein Großvater anfing, mir seine farbenfrohen Geschichten zu erzählen. »Wusstest du eigentlich, dass es noch eine andere Welt gibt, die unserer gleich, jedoch voller Magie und Träume steckt?« Ich wusste es, denn mein Großvater hatte mir diese Geschichte schon tausend Mal erzählt. Trotzdem wollte ich sie mir immer und immer wieder erzählen lassen. Sie steckte voller Magie, voller Zauber, voller Menschen, die mir bekannt vorkamen und doch so fern zu sein schienen. Es waren Krieger, die die vier Elemente beherrschten und für das Gute kämpften. Sie lebten friedlich miteinander, in Harmonie, wie es mein Großvater immer sagte. Doch damals wusste ich nicht, dass mir mein Großvater etwas verheimlichte: Ich war auch eine dieser Krieger.

1. Kapitel

»Talora!«, ermahnte mich meine Mutter, als sie bemerkte, dass ich nicht an meinen Hausaufgaben, sondern im Garten saß und in die Ferne starrte. »Talora, ich glaube, morgen steht dir ein wichtiger Test bevor, oder nicht?«
»Kann sein.«, murmelte ich und schaute weiterhin in die Ferne, in die Sterne, dorthin, wo mir die Welt sorgenlos erschien.
»Was soll das heißen? Talora, geh sofort wieder deine Hausaufgaben machen!«
»Nur noch ein bisschen, Mama.«, bat ich meine Mutter, den Blick nicht von den Sternen abwendend.
»Ist dir eigentlich bewusst, wie miserabel deine Noten sind? Du kannst es dir nicht leisten, deine Hausaufgaben zu vernachlässigen, Talora.«
Ich merkte genau, dass ihr Ton sanfter und ihre Stimme ein kleines bisschen weicher wurde. Obwohl sie mich bestimmt nicht noch einmal anschreien würde, erhob ich mich trotzdem von dem nassen Grasboden und lief rasch ins Haus, genau an ihr vorbei. Sie musterte mich, während an ihr vorbei lief, mit einem strengen Blick, der jedoch wegen ihrer Besorgnis und Traurigkeit nicht gelang.
»Du machst dir wieder Sorgen um Opa, habe ich Recht?«
Ich hatte nicht vor, ihr eine Antwort auf diese Frage zu geben. Es lag auf der Hand, dass ich mir um meinen Großvater, der schon seit einigen Tagen spurlos verschwunden war, Sorgen machte. Sie musste einfach blind sein, um dies nicht merken zu können.
Als ich endlich die Tür meines Zimmer verschlossen hatte, ließ ich mich auf mein Bett fallen. Ich dachte nicht einmal im Traum daran, jetzt, in dieser Situation, Hausaufgaben zu machen. Selbstverständlich war mir bewusst, welch schlechte Noten ich in letzter Zeit geschrieben hatte, aber bei meinem größten Bemühen konnte ich nicht an die Schule denken. Alles, worum sich meine Gedanken kreisten, war mein Großvater. Ich sah sein mit Falten verziertes, jedoch immer noch junges und fröhliches Gesicht vor mir, seine Hände, die wild um ihn schlugen, wenn er mir von seinen frei erfundenen Abenteuern erzählte, und seine tiefen blauen Augen, die ich von ihm geerbt hatte. Das Schlimmste daran war jedoch, dass wir nicht wussten, wohin er verschwunden war. Als hätte ihn die Erde samt seinen Kleidern und anderen Dingen, die er stets bei sich getragen hatte, verschlugen hätte.
»Talora?« Mein Vater klopfte drei Mal an. »Talora, machst du bitte die Tür auf?«
»Ich kann nicht, ich sitze an meinen Hausaufgaben.«, log ich, um bloß nicht meinen Vater zu Gesicht zu bekommen. Ich wollte keine tiefgründigen Gespräche mit ihm führen, die mich immer zu bringen sollten, mich schlecht zu fühlen und bei meiner Mutter zu entschuldigen.
»Tust du nicht. Jetzt mach schon auf, Spatz. Bitte.«
Ich konnte nicht anders. Auch diesmal würde mich mein Vater dazu bringen, mit ihm über meine Probleme zu sprechen und mir dann anzuhören, dass Großvater bald auftauchen und wir wieder alle glücklich miteinander sein würden.
»Ich will nicht mit dir reden. Nicht heute.«, sagte ich ihm, als ich meine Tür öffnete und mich wieder auf mein Bett fallen ließ.
»Daran habe ich auch gar nicht gedacht. Wollen wir einen Spaziergang machen, du und ich?«
»Wozu?«, protestierte ich und verschränkte die Arme vor meiner Brust. Meinem Vater konnte ich ruhig zeigen, dass ich sauer oder wütend oder traurig war, meiner Mutter nicht-
»Einfach so. Ich würde dich auch gerne alleine gehen lassen, aber draußen ist es schon dunkel und ich möchte nicht, dass dir etwas zustößt. Außerdem habe ich gedacht, das bringt dich vielleicht auf andere Gedanken.«
Ich überlegte. Vielleicht war es doch keine so schlechte Idee, einfach mal den Wind in meinen Haaren zu spüren und alles um mich herum zu vergessen. »Einverstanden.«, willigte ich ein, sprang von meinem Bett auf, lief schnell in den Flur, zog mich mit der gleichen Geschwindigkeit an und wartete nur noch auf meinen Vater, der mit der Ruhe seine Jacke anzog.
»Wo wollt ihr denn hin?«, fragte meine Mutter, als sie aus der Küche kam und uns beim Anziehen entdeckte.
»Wir wollen ein wenig spazieren gehen.«, antwortete mein Vater.
»Um diese Uhrzeit?«
»Ich bin ja bei ihr, da kann nichts passieren.«
»Talora muss aber für den morgigen Test lernen.«
»Ich habe schon gelernt.«, mischte ich mich ein. Natürlich war das gelogen.
»Wirklich? Dann kann ich von dir eine gute Note erwarten, oder?«
»Ich –«
»Natürlich kannst du das.«, antwortete mein Vater für mich. »Wenn wir wieder zu Hause sind, frage ich Talora noch ein letztes Mal ab, da kann nichts mehr schief gehen.«
Die rechte Augenbraue meiner Mutter wanderte nach oben, dann entspannten sich ihre Gesichtsauszüge und sie gab uns mit einer Hand zu verstehen, das wir gehen konnten. Das taten wir schließlich auch.

Es war eine gute Idee von meinem Vater gewesen, einen kurzen und entspannenden Spaziergang zu machen. Ich erholte mich rasch und meine Gedanken wurden ein wenig klarer, sodass ich nicht mehr das Gefühl hatte, in meinen Kopf schwirrte das große Chaos.
»Wie findest du den Mond?«, riss mich mein Vater aus den Gedanken und schaute hoch in den Himmel.
»Wie meinst du das?«, fragte ich nach.
»Wie findest du den Mond?«
»Ich verstehe nicht, was du meinst.«
»Findest du nicht, dass er so klar scheint und genau deshalb so schön aussieht?«
»Ich habe keine Probleme. Mir geht es prächtig.«
»Das sehe ich.«
Darauf wollte ich diesmal nicht eingehen. Ja, es ging mir nicht besonders gut, weil ich meinen Großvater schrecklich vermisste, weil ich nicht wusste, wo er war, weil ich nichts für ihn tun konnte, weil ich nichts an der Tatsache, dass er spurlos verschwunden war, ändern konnte.
»Es ist besser, wenn man über seine Probleme spricht. Wenn du alles für dich behältst, wirst du irgendwann platzen, weil du niemanden hast, mit dem du über deine Probleme sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen kannst.«
»Mir geht es gut.«
»Wirklich? Du vermisst also Opa nicht, nein?«
»Doch!«, rutschte es aus mir heraus, lauter, als es mir lieb war.
»Na, also! Dann muss es dir doch schlecht gehen, oder?«
Ich nickte.
»Deine Mutter möchte nicht in deinen Augen wie eine Tyrannin aussehen. Sie ist nur um deine Schulnoten besorgt.«
»Ich weiß.«, murmelte ich und schaute mit ihm gemeinsam in die Sterne. Ob es wirklich eine Welt gibt, in der alles besser ist?, fragte ich mich, während ich versuchte, die Sterne zu zählen, einen nach dem anderen.
»Wo ist Opa?«, fragte ich ganz leise, um nicht in Tränen auszubrechen. »Weißt du es?«
Mein Vater antwortete nicht. Er schaute in die Sterne, als wäre die Antwort in dem Himmel verborgen, als müsste ich nur in den Himmel schauen, um zu erraten, wo mein Großvater steckte.
»Wo ist er?«, wiederholte ich, diesmal ein wenig lauter.
»Wollen wir wieder nach Hause gehen? Es wird schon langsam ziemlich spät. Soweit ich weiß, hast du für den morgigen Test nicht gelernt, oder?«
»Wo ist Opa?!?«, schrie ich, während meine Tränen anfingen über meine Wangen zu laufen, bis hin zu meinem Lippen, mit denen ich den salzigen und traurigen Geschmack schmecken konnte.
»Komm, wir gehen heim.«, war alles, was er sagen konnte. Oder wollte.

Zum zweiten Kapitel gehts hier: http://www.weg-des-stifts.de/smf/fantasy/die-magischen-vier-i-wasser/

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Die Geschichte der Serena P. -erzählt aus dem Leben einer 17jährigen- von MysticRose

Unser neues Mitglied MysticRose war schon fleißig und hat den Anfang einer dramatischen Geschichte gepostet.

Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/drama/die-geschichte-der-serena-p-erzahlt-aus-dem-leben-einer-17jahrigen/

“Die Geschichte der Serena P.” ist der Arbeitstitel meines aktuellen Werkes, dass ich als Melodram mit Elementen aus Psychothrillern und Horror bezeichnen würde. Das Exposé für diesen Roman steht bereits fest, d.h. ich habe den kompletten Ablauf der Geschichte vor Augen, jedoch noch nicht fertig verfasst.
Die Geschichte hat überhaupt nichts mit mir selbst zu tun. Parallelen zu real lebenden Personen sind reiner Zufall und alle Handlungen des Romanes entspringen einzig und allein meinem “bösen” Fundus.
Worum geht es? Eigentlich möchte ich (noch) nicht verraten, worum die ganze Geschichte geht, weil ich ehrlich gesagt selbst nicht weiß, wie ich das beschreiben soll. Es geht um die 17jährige Schülerin Serena P., deren Mutter schwer alkoholkrank ist und ihre täglichen Erlebnisse.

“Mutter? Mutter? Bist du da?”
O nein. Ich befürchte nichts Gutes. Wenn meine Mutter mir keine Antwort gibt, gibt es nicht viele Möglichkeiten zur Auswahl, warum es so ist. Entweder ist sie mal wieder stockbetrunken oder sie schläft oder sie ist außer Haus. Das schlimmste ist, wenn alle drei Möglichkeiten eintreffen.
Ich schmeiße meinen Sportbeutel neben die Haustür, ziehe mir mein Hosenbein hoch und betrachte mit schmerzverzerrtem Gesicht mein pochendes Knie. Dann humple ich in die Küche und lege mir einen Eisbeutel auf mein Knie. Ich seufze.
Heute war ein komischer Tag in der Schule gewesen. Um genauer zu sein: Ich habe Angst. Tierische Angst. Ich fürchte mich davor, alleine zu sein. Diese Angst ist riesengroß. Anna verhält sich so komisch. Ich weiß nicht warum. Anna Klein ist meine beste Freundin. Meine allerbeste. Schon seit der achten. Oder sie hatte heute nur einen schlechten Tag. Wer weiß. Nichtsdestotrotz beschleicht mich das Gefühl, dass sich zwischen uns immer dickere Mauern aufbauen. Und das schlimmste: Ich weiß nicht den Grund. Anna redet so wenig in letzter Zeit. Vor allem mit mir. Ich weiß, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Irgendwie geht es mir heute sehr schlecht. Ich mag diese Bedrücktheit in meinem Bauch nicht. Sie geht ncht weg. Es ist verrückt: Meine Stimmung gleicht einem Jojo: Mal oben, im nächsten Moment wieder unten. Aber das scheint niemand zu merken. Leider. Ich habe Angst, alleine zu sein. Große Angst. Ich frage mich, ob diese Angst krank ist. Ich glaube aber nicht. Oder? Was für ein beschissenes Gefühl.
Meine Knieschmerzen lassen nicht nach und ich mache mir langsam ernsthafte Sorgen um Mutter. Ich hoffe nicht, dass sie wieder bei Ricky zu Hause ist. Ricky ist ihr neuer Freund. Seit drei Wochen geht sie mit ihm aus. Ricky ist ein Schwein, aber nicht für Mutter.
Als Ines (so heißt Mutter) ihn vor drei Wochen anschleppte und mit ins Haus brachte, war sie wieder stockbetrunken, sodass sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Ich verzog mich auf mein Zimmer (wie immer, wenn Mutter neue Männer anschleppte) und drehte meinen iPod auf volle Lautstärke. H.I.M.s “Don´t fear the Reaper” eignet sich bestens zum Entspannen und so auch an diesem Abend, bis ich Ines so laut schreien hörte, dass sie sogar Ville Valos wunderbare Stimme übertönte.
Normalerweise nehme ich so eine Situation nicht ernst. Entweder hat sie nichts mehr zum Anziehen oder (und das war meistens der Fall) wir haben keinen Alkohol mehr im Haus. Dann rastet Ines aus. Das bin ich gewohnt.
Als sie aber nach einer gefühlten Stunde immer noch schrie, wollte ich der Sache auf den Grund gehen, schloss meine Zimmertür auf und rief nach ihr. Als ich keine Antwort erhielt, ging ich die Treppe runter und sah, wie Ricky Ines kreuz und quer durch die Bude prügelte.
Jetzt weiß ich nicht mehr, was in dem Moment in mir vorging. Ich weiß nur, dass ich mich in mein Zimmer verschanzt und die Bullen gerufen habe.
Zwei Polizisten überwältigten Ricky und nahmen ihn mit auf die Wache. Ich war so erleichtert. Eine Nacht Ruhe vor diesem Typen. Aber ich wusste nicht, wie Ines drauf war. Sie wollte mir mit voller Wucht ins Gesicht schlagen, schaffte dies nur nicht, weil sie benommen und betrunken zur Seite kippte und ich – obwohl ich nicht gerade die Schnellste bin – ausgewichen bin. Sie war ernsthaftig sauer, weil ich die beschissenen Bullen angerufen habe, so ihr Originalton.
Bevor Ines ihren kompletten Frust an mir auslassen kann [...]

Hier gehts es weiter: Klick mich

Leseprobe: Die Nacht zuvor

Die erste Kurzgeschichte von unserem neuen Mitglied senselesssince1993.

Der Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/kurzgeschichten/die-nacht-zuvor/

Ein weiteres Mal lies er die Feder in seiner Hand über das trockene Pergament kratzen und achtete sorgsam darauf die Tinte nicht zu verwischen, als er die nächste Zeile begann.
Es war spät in der Nacht und auf einem harten Holzstuhl sitzend, ganz in seine Arbeit vertieft, merkte er kaum wie die Zeit verging.
Seit vielen Stunden schon war der schwache Schein einer Kerze die einzige Lichtquelle im Raum.
Diese war schon mindestens um die Hälfte ihrer Höhe heruntergebrannt, seit dem er mit seiner Arbeit begonnen hatte. Und es handelte sich nicht etwa um ein dünnes, schnell dahinschmelzendes Exemplar. Ganz im Gegenteil: Es war eine besonders dicke und teure Kerze, die nun den Tisch unter ihr mit Massen von Wachs bedeckte und so ein stilles Zeugnis von den zahlreichen Stunden seiner Arbeit ablegte.

Als er nun merkte wie sich ein Schweißtropfen auf seiner Stirn sammelte und drohte herunterzulaufen, wischte er diesen hastig mit einem der Ärmel seines Hemdes fort.
Er konnte es nicht zulassen, dass die Vollkommenheit seines Werkes auch nur durch einen einzigen Flecken verlaufener Tinte zunichte gemacht würde.

Zweifellos war es sehr wichtig. Ja, er wusste wie wichtig es war.
Das Pergament war sehr teuer gewesen, doch die enorme Dringlichkeit rechtfertigte die Ausgaben.
Denn der nächste Morgen würde kommen und schon jetzt konnte er einen leichten Schein am Horizont bemerken, wenn er aus dem Fenster blickte.
Der Morgen würde kommen, er würde kommen und alles beenden…oder auch nicht.
Er musste sich einfach sicher sein, sicher dass seine Ideen nicht mit ihm gehen würden und sicher dass er nicht einst im Gedächtnis der Menschen nur einer von Vielen sein würde.

Er hatte nun den letzten Satz seiner Theorie beendet und die Sonne ging auf. Daraufhin erhob er sich und streckte seinen Rücken, der von der langen Zeit die er, über den Tisch gebeugt, verbracht hatte schmerzte.
Erleichtert seine Gedanken nun gerettet zu haben, konnte er dass einzige tun was seinem Stande und seiner Ehre angemessen war: Sich der Herausforderung stellen, und das Duell zu bestreiten, wie es unter ehrenhaften Männern üblich war. Er holte seinen Degen und ein Paar Pistolen aus einer Truhe hervor, die unter seinem Bett stand, und machte sich auf den Weg.

Über seiner letzten Ruhestätte wurde später ein Grabstein aufgestellt, auf dem es hieß dass er bei einem Duell ums Leben gekommen sei.
Der Name auf diesem Stein ist den Menschen heutzutage jedoch kein Begriff mehr. Sein Werk nämlich, dass er in der Nacht vor dem tödlichen Duell schrieb ist nie an die Öffentlichkeit gekommen. Die bahnbrechenden Theorien die es enthielt wurden ein halbes Jahrhundert später erneut entwickelt und in einer anderen Schrift veröffentlicht, deren Verfasser heutzutage als ein Pionier der Naturwissenschaften gilt.

Leseprobe: Mein Engel

Die erste Story unseres neuen Mitglieds LordLei´Cill !

Der Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/fantasy/mein-engel/

Teil I Verloren

„Sie standen sich gegenüber. Ein starker Kontrast, nicht nur darin, dass ein Er und eine Sie da standen. Der Kontrast bestand darin was sie waren. Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Licht und Dunkelheit. All das belebt ihren kleinen Planeten…

So standen die beiden, sich gegenüber. Sie sahen sich nicht an.

Er sah an ihrer rechten Schulter vorbei mit einem stieren Blick. Sie sah an seiner linken Schulter mit einem lieblich gespielten Blick vorbei. Ihre Blicke trafen sich schon seit Jahren nicht mehr. Verboten war es ihnen. Sie wussten warum. Er war Schlecht für sie, denn er war das Böse, würde sie nur ausnutzen um das Licht zum Fall zu bringen. Sie war schlecht für ihn, sie würde ihn nur verführen. Es war ihre Kunst als Engel und sie wolle nur das Licht über die Dunkelheit stellen.

Beide lassen ihre Flügel langsam hin und her schwanken in dem Wind. Beide sind sie auf einem Plateau über den grauen Wolken. Wie vorgeführt in einem Gericht stehen sie sich immer noch gegenüber und wagen es nicht die Regeln ihrer eigenen Seite zu brechen. Doch sie haben ein Problem. Ein allzu großes, als dass sie beide sich davon wegdrehen könnten. Ihre Hände zittern, ihre Blicke werden unruhig, sie ändern ihre Gefühle in den Augen.

Die Schultern des lieblichen Engels fingen an zu beben, der Engel senkte den Kopf und kniff die Augen zusammen. Die stolze Haltung verlor sich in Gefühlen des Zweifels und der Einsamkeit.

Sein Blick wich nicht von seinem Punkt hinter ihrer rechten Schulter, doch sein Blick war unruhig. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, sein Rücken angespannt.

Der Engel schluchzt und trauert, er flucht wie sehr er nur konnte. Aber es half nichts. Die lieblichen Töne des weißen Engels verschwanden in der Finsternis vor ihr.

Sie fängt an zu bitten, er solle den Blick zu ihr wenden. Sie schreit und fängt an zu flehen, ihr Stand wirkt nicht mehr erhoben.

Sein Blick immer unruhiger, denn aus dem Augenwinkel sieht er wie sehr sie doch trauert um ihren Zusammenhalt. Doch auch denkt er an seine Regeln, er will seine Leute nicht enttäuschen, auch wenn diese so dumm und nichts wissend waren wie die Steine im Meer.

Sie lässt ihre Flügel sich entfalten und stellte sie auf, lässt sie monströs über sich wehen und schreit dem unsichtbaren Glas entgegen, sie wolle ihn endlich bei sich. Die Seite des Guten wird immer erschütternder und glaubt immer weniger daran, dass das eine gute Idee sein würde. Denn der Engel fleht nach dem Bösen, er will ihn in seinen Händen haben und über dessen verfluchten Mund streicheln.

Der Teufel kneift die Augen zusammen. Empörung in den Reihen des Bösen. Seine Hand zittert immer mehr, seine Schultern fangen an zu beben. Er weiß, sein ach so totes Herz fleht nach ihrer Liebe. Er will sie haben, sich bei ihr halten und durch ihre gottesgesegneten Flügel streichen. So fängt er an sie anzusehen. Er fängt an zuschreien, erhebt die Flügel und ruft nach ihr. Schreit sie solle zu ihm kommen. Er will sie halten und umfangen mit den Flügeln.

Und auch so sehr beide Seiten nach einander schreien, nach einander rufen und nacheinander flehen. So sind Teufel und Engel nie zusammen zu führen.

Sie leben Tag täglich und alle Jahre lang nur vor sich hin, fangen jeden Tag neu sich tonlos anzuschreien. Sie wissen von der Trauer des anderen, sie lesen es aus dessen Augen.

Sie wollen sich nahe sein.

Der Engel will die Kälte des Teufels spüren. Der Teufel will die Wärme des Engels spüren.

In Tränen aufgelöst, spüren sie wie ihre täglichen Bitten und Anflehungen an einem unsichtbaren Glas abprallen. Der Engel schreit als das Gottesabbild neben ihm auftaucht, er schreit und will nicht gehen, als Gott mit sanften Berührungen den Engel mit sich nahm.

Der Teufel legte die Hände an das Glas und schreite. Niemand ist auf seiner Seite der ihn wegziehen würde, rein niemand wagt es die Macht des Teufels zu widersprechen, nur verachtet man sein Verhalten.“, der vermummte Mann blickte auf, so dass er unter seiner Kapuze, die sein Gesicht verdunkelte, die Menschen vor sich sehen konnte. Es hatte sich eine hörlustige Gruppe gebildet, sie standen im Halbkreis und waren immer noch stumm nach der kurzen Geschichte die der Fremde ihnen erzählt hatte.

Seine Augen blitzen auf, doch man sah keinen Glanz in der rubinroten Farbe.

Ein kleiner Junge ging vor den vermummten Mann und streckte ihm die Hand entgegen. „Ich weiß wo der Engel ist.“, meinte er lächelnd und strahlte dem vermummten Mann entgegen.

Der Kopf des Mannes hob sich und sein Blick fing Interesse. „…mein Engel…“, wisperte er, als wäre nun endlich für ihn eine lange Reise vorbei.

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Leseprobe: Lola by Bonnie

Originallink: http://www.weg-des-stifts.de/smf/liebesgeschichten/lola/

Generell liebe ich Katzengeschichten und hatte auch schon vor langer Zeit den Wunsch, mal eine selbst zu schreiben. Da ich aber zur Zeit in einer Schreibblockade stecke oder mir manchmal einfach nur die Zeit fehlt, kann das erste Kapitel durchaus nicht so gelungen sein, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber ich poste es trotzdem.  :D

Kurzbeschreibung: Diesmal entwerfe ich keinen Klappentext, sondern beschreibe meine Idee in einfachen und klaren Worten: Tina, eine vollkommen gewöhnliche 17-Jährige, findet auf der Straße ein Kätzchen. Dieses bringt sie dann mit nach Hause, was ihre Mutter in einen Schockzustand versetzt – denn Tina ist alles andere als zuverlässig und ordentlich. Allerdings versucht sie mit allen Mitteln, ihre Mutter vom Gegenteil zu überzeugen, und somit wird sie sich um das Kleine kümmern. Allerdings ahnt Tina noch nicht, dass so ein Kätzchen viel Arbeit bedeutet, und bittet dann ihren besten Freund Lukas um Hilfe. Als das Kätzchen heranwächst, muss Tina ihr Versprechen einhalten, für das Kätzchen ein neues Zuhause zu finden, und stößt dabei auf den süßen Erik, für den sie schon eine ganze Weile schwärmt …
In diesem Buch geht es hauptsächlich um Verantwortung und Erziehung und natürlich auch um Freundschaft, Zuverlässigkeit und Liebe.
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»Was ist das?!?«
Mama schaut mich schockiert an. Natürlich ist sie ein wenig … na ja … überrascht. Aber sie könne sich ja auch mal ein bisschen freuen, dass ich solch eine gute Tat vollbracht habe: Ich habe ein Kätzchen auf der Straße gefunden.
»Es ist eine Katze. Nein, ein Kätzchen. So ein Tier halt.«
»Ich weiß, was das ist!«
»Warum fragst du dann?«
»Wie konntest du dieses Tier mit nach Hause bringen?!?«
»Indem ich es auf der Straße gefunden, es mir genommen und mit nach Hause geschleppt habe.«
»Ich weiß, dass du es nicht mit einem Helikopter bis hierher transportiert hast!«
»Warum fragst du dann?«
»Weißt du eigentlich, welch eine große Verantwortung dieses Kätzchen mit sich tragen wird?!?«
»Ja, eigentlich schon. Man muss es füttern, sich um das Kleine kümmern und aufpassen, dass es nichts Falsches frisst.«
»Das meine ich nicht!«
»Warum fragst du dann?«
»Tina, du kannst dich nicht einmal um dein eigenes Zimmer kümmern!«
»Warum muss ich mich denn um mein Zimmer kümmern? Lebt es, oder was?«
»Ich bringe es sofort ins Tierheim!«
»Nein!«
Ich nehme mir das Kätzchen und setze es auf dem Boden ab. Zum Glück kann das laufen und rennt vor meiner Mama weg. Oder es rennt zur Schüssel Milch hin, die ich vor Kurzem dort hingestellt habe.
»Es kann nicht bei uns bleiben, Tina! Das musst du doch auch verstehen!«
»Ich muss gar nichts verstehen! Und ich kann mich prima um das Kleine kümmern!«
»Ja, klar, wie um dein Zimmer.«
»Mein Zimmer braucht kein Essen!«
»Aber es muss auch mal aufgeräumt werden!«
»Das kann ich doch später machen!«
»Tina, nein, das geht so nicht! Ich muss das Kätzchen ins Tierheim bringen.«
»Musst du gar nicht! Du willst es nur, weil du keine Tiere magst!«
»Ich mag sehr wohl Tiere!«
»Natürlich! Deswegen möchtest du doch auch das arme, kleine Ding ins Tierheim bringen!«
»Tina …«
»Du weißt ja gar nicht, was man mit diesem kleinen Geschöpf dort alles machen wird!«
»Tina …«
»Das Kleine braucht Schutz, Pflege und Liebe und kein Heim, wo tausende von Tieren abgeliefert werden, weil man sich um die schlecht gekümmert hat!«
»Tina!«
»Nein, lass mich ausreden! Ich habe es mutterseelenallein auf der Straße gefunden und finde, dass wir es behalten sollten. Wenn es dann wieder auf die Beine kommt, können wir ja einen netten Menschen finden, der dann das Kätzchen nehmen wird!«
»Du denkst doch aber auch nur an dich selbst!«
»Gar nicht wahr! Du denkst doch nur an dich selbst, weil du genau weißt, dass das Kätzchen viel Arbeit einnehmen wird, und du willst diese Arbeit nicht haben! Aber ich werde mich um das Tier kümmern! Ich werde es füttern, es pflegen und mit ihm spielen!«
Meine Mutter wird still. Ihre Fäuste sind nicht mehr zu einem Ballen geformt, was heißt, dass sie sich nun endlich beruhigt hat.
»Na schön! Wir behalten es. Aber wenn du dich schlecht um das Kleine kümmern wirst, geben wir es ab!«
Ich lächele. »Einverstanden. Aber wenn ich in der Schule bin, kümmerst du dich dann darum?«
Sie seufzt. »Von mir aus …«
»Danke, danke, danke, danke, danke!«
Ich strahle, falle ihr um den Hals und sehe, wie das Kätzchen bereits die Schüssel leer gefressen hat und mich mit runden, großen Augen ansieht.

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Leseprobe: Der Herr der Ringe – Das Licht im Dunkeln 1 by LovingMusic

Originalthread: Klick mich

Okay, eine FanFiktion des Filmes/Buches Der Herr der Ringe, die ich schon länger schreibe und auf einer anderen Seite bereits gepostet habe. Ich wollt einfach mal wissen, wie ihr diese so findet. Für Kritik bin ich offen ^^ und: nobody is perfect! =D

Als erstes erstmal die Info, dass mir Der Herr der Ringe nicht gehört und dass ich mit der Geschichte kein Geld oder so verdienen möchte, lediglich meine Ideen in die berühmte Geschite reinfließen lassen! =D

Kapitel 1

„Kind, du wirst noch krank, wenn du nicht aus dem See rauskommst!“ Meine Mama stemmte ihre Hände in die Hüften und blickte mich böse an.

„Aber Mama…“, rief ich, innerlich betend, dass sie mich noch mehrere Runden schwimmen lässt. Doch mein Traum ging nicht in Erfüllung. Wie gemein das doch war. Alle anderen Kinder durften weiterschwimmen, nur ich nicht. „Komm jetzt raus!“ Meine Mama klang nunmehr wütend, und seufzend schwamm ich ans Ufer, wo mich meine Mama sofort in ein großes Handtuch wickelte. „Du bist mir aber auch eine! Komm, schnell nach Hause unter die warme Bettdecke!“, sagte sie, rubbelte mich grob ab, wickelte ein neues Handtuch um mich und schickte mich los. Sie selbst sammelte meine verstreuten Anziehsachen ein und als ich mich umdrehte, sah ich, wie sie kopfschüttelnd auf den See sah, meine Freunde blickten mich traurig an. Dann lief meine Mama mir nach.

Ich lief den mit Blättern bedeckten Hügel hoch und folgte dem Weg, der mich geradewegs nach Hause brachte.
Wie gemein Mama doch war, ich durfte mich noch nicht einmal von meinen Freunden verabschieden. Wie traurig sie mich angesehen hatten. Morgen, wenn der graue Nebel noch unser Haus von den anderen Häusern trennte, würde ich wieder zurückgehen und mit ihnen spielen.

„Lady Ythra!“ Ich zuckte zusammen, nur ein Junge nannte mich so. Langsam drehte ich mich zu der Person um, die mich lächelnd ansah. „Legolas… Prinz…“, stellte ich, wie ich vorher schon vermutet hatte, fest und verbeugte mich rasch. Einen Prinzen und seinen Eltern sollte man höflich gegenüberstehen, das hat Mama immer gesagt.

„Legolas, du musst nicht immer vorrennen!“, ertönte eine weitere Stimme und die Königin tauchte hinter einem Hügel auf. Als sie mich sah, lächelte sie. „Guten Abend, Ythra!“, sagte sie. Ich riss die Augen auf, ihre Schönheit verblüffte mich immer wieder. Und dann verbeugte ich mich, so wie Mama mir das beigebracht hatte.

„Warst du schwimmen?“, fragte sie dann und legte ihrem Sohn eine Hand auf die Schulter. „Ja, meine Königin. Und meine Freunde auch! Wir hatten viel Spaß!“, sagte ich höflich. Die Königin nickte mir zu.
„Ythra, wirst du wohl nach Hause gehen! Du wirst noch krank!“, rief meine Mama, die mich eingeholt hatte. Als sie die Königin und Legolas erkannte, verneigte sie sich kurz. „Guten Abend!“, sagte sie. „Guten Abend!“, lächelte die Königin. Ich verabschiedete mich, winkte dem Prinzen zu und rannte nach Hause. Meine Mama unterhielt sich noch kurz, dann kam sie mir nach.

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, und wie ich es vermutet hatte, trennte der graue Nebel unser Haus von den anderen. Lächelnd suchte ich mir meine Anziehsachen, und fand sie über dem Kamin, wo Mama sie am Abend aufgehängt hatte. Ich kroch in die angenehm warmen Sachen, zog meinen Mantel unter meinem Kissen hervor- ich versteckte ihn dort immer, und legte ihn mir an. Dann öffnete ich mein Fenster und kletterte auf das Fensterbrett. Und nach einem kleinen Sprung landete ich sanft in einem braun- roten Laubhaufen, der im Winter immer etwas höher war als im Sommer.

Hastig machte ich mich auf den Weg durch den Nebel zurück zum See. Es war kalt draußen und wenn ich ausatmete, entstand ein eigener Nebel vor meinem Gesicht. Eigentlich ganz witzig, aber ich hatte dafür keine Zeit.
Nach ein paar Minuten war ich am See angekommen, vergnügt setzte ich mich auf den Laubhaufen, den ich am Tag zuvor gemacht hatte und sah auf das ruhige Wasser. Am Rand war es ein bisschen eingefroren, so kalt war es. Mir wurde auch ein bisschen kalt, ich schlang meine Arme um meinen Oberkörper und versuchte so, mich selbst zu wärmen.
Meine Freunde waren noch nicht da. Aber sie würden kommen, das wusste ich ganz genau.
Der Nebel, den ich vor meinem Gesicht machte, verschwand immer ganz schnell, und er flüchtet immer, wenn ich meine Hände vor dem Mund hielt. Hatte ein Nebel etwa auch Angst?

„Ist dir nicht kalt?“, fragte jemand hinter mir und erschrocken stand ich auf und drehte mich um. „Legolas… Prinz!“, erkannte ich. Er nickte nur, nahm seinen Umhang ab, trat auf mich zu und legte mir seinen Umhang über die Schultern. Er war viel dicker und viel wärmer als meiner. „Danke…“, sagte ich und mir wurde viel zu schnell warm. Vielleicht hatte ich jetzt auch so rote Wangen wie Mama, wenn sie mit dem Pferdemann von nebenan sprach.
„Warum bist du so früh wach?“, fragte Legolas und sah sich um. „Meine Freunde kommen gleich, ich wollte mit ihnen spielen…!“, antwortete ich und setzte mich wieder auf den Laubhaufen. Legolas setzte sich neben mich. „Wie heißen sie denn?“, fragte er. „Sie haben keine Namen…“, sagte ich nur.

„Meine Mutter hat gestern mit deiner Mutter gesprochen und die sagte, du wärst alleine im See gewesen… Ist das nicht zu gefährlich?“, fragte er weiter. „Nein, weil meine Freunde dabei waren!“ „Aber du warst alleine, das hat deine Mutter gesagt!“ Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich fragend an. „Ich war nicht alleine, meine Mama hat meine Freunde nur nicht gesehen!“ Legolas runzelte die Stirn, das sah witzig aus. Ich kicherte. „Das verstehe ich nicht… unsichtbare Freunde?“, sagte er. Ich schüttelte den Kopf, stand auf und ergriff seine Hand. „Komm, ich stelle dich ihnen vor. Ich weiß, wo sie wohnen!“ Er stand auf und folgte mir, als ich ihn mit mir zog.

Am Ufer des Sees hielten wir an und ich ließ seine warme Hand los. Ich ging in die Knie, er machte mir das nach, und ich zeigte auf eine kleine Pflanze am Ufer, die so groß war wie meine eigene Hand. „Das ist einer meiner Freunde!“ Ich winkte der Pflanze zu. „Kannst du mit ihnen reden?“, fragte Legolas und ich nickte. „Ja, und sie wollen auch mit dir reden!“ Legolas rückte näher an die Pflanze, und als er immer noch nichts hörte, hielt er sein Ohr ganz nah an seine Pflanze. Ich kicherte, das sah wirklich witzig aus. „Ich höre aber nichts…“, stellte Legolas beleidigt fest und setzte sich im Schneidersitz vor die Pflanze. „Wieso sprechen sie mit dir und nicht mit mir?“, fragte er schmollend und verschränkte seine Arme vor der Brust.
Ich kratze mit meinem Zeigerfinger an meiner Wange und überlegte. Dann fiel mir etwas ein. „Ich weiß, wie du sie verstehen kannst! Das erste Mal hab ich sie ja auch nicht verstanden, aber… Ich habe einfach mit meinem Herzen zugehört…! Versuch mal!“ Der Junge sah mich mit hoch gezogenen Augenbrauen an, beugte sich erneut zu der Pflanze und schloss die Augen.
„Und?“, wisperte ich ihm nach einer Weile zu. Legolas zog sich zurück und öffnete sein strahlend blauen Augen, die mich anblickten. „Ich habe sie gehört!“, rief er aus. Ich nickte. „Natürlich hast du das!“, grinste ich.

„Mein Prinz?!“ Legolas zuckte zusammen, stand ruckartig auf und zog mich auf die Beine. „Komm mit, wir müssen uns verstecken!“ Er ergriff meine Hand und zog mich hinter ihm her, in den nächsten größeren Busch, in dem wir beiden gemeinsam hockten. „Was ist los?“, fragte ich leise. „Ich darf gar nicht so früh aus dem Haus, aber als ich dich gesehen habe, wollte ich unbedingt zu dir. Jetzt suchen mich die Wachen…“, antwortete der Prinz leise und seufzte. „Dann bleiben wir hier und verstecken uns!“, grinste ich nur und Legolas grinste zurück.

Die nächsten Tagen haben Legolas und ich ganz oft miteinander gespielt und ich habe ihm meine ganzen Freunde vorgestellt. Und er brachte mir dafür bei, wie ich mit einem Bogen umgehen musste. Wir hatten echt viel Spaß.
Doch an einem Tag kam er einfach nicht. Dabei hatten wir doch gesagt, dass wir uns immer treffen, wenn die Sonne ganz oben stand. Aber er kam nicht. Traurig ging ich nach Hause, als es wieder kalt wurde.
„Wieso bist du denn so früh?“, fragte Mama mich und ich rannte in ihre Arme, um mich trösten zu lassen. „Ich glaube, Legolas mag mich nicht mehr. Er ist heute nicht gekommen!“ Mama strich mir über den Kopf und brachte mich ins Bett. „Das darfst du Legolas nicht übel nehmen. Er ist ein Prinz und muss Unterricht nehmen!“, sagte Mama dann. Ich nickte und schniefte in mein Taschentuch. „Glaubst du, er kommt morgen wieder?“ Mama seufzte und deckte mir zu. „Ich weiß es nicht, mein Schatz!“ „Erzählst du mir eine Geschichte?“, fragte ich dann. Sie nickte und machte eine Kerze an, die sie auf mein Bettschränkchen stellte.

„Es war einmal eine kleine Elbin, die sich mit dem Prinzen ihres Volkes angefreundet hatte. Sie spielten jeden Tag… Hier gehts weiter!

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Leseprobe: Kathy Keneth by R-Star

Ich darf voller Stolz unsere erste Veröffentlichung im Genre des Krimis bekannt geben.

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Kathy Keneth

Kathy blickt gehetzt über die Schulter. Wird sie immer noch verfolgt? Ja, dabei irrte sie doch schon seit Stunden durch die engen Gassen von London. Kathy geht noch einen Schritt schneller sie weiß zwar nicht mehr wo sie ist, aber sie weiß wenn sie ihren Verfolger nicht abschüttelt werden weder er noch sie den morgigen Tag erleben. Ihr Verfolger das weiß sie ist niemand anderes als ihr Freund Simon, aber er darauf gar keinen Fall wissen wohin sie geht, es wäre tödlich. Sie beschleunigt abermals ihre Schritte und biegt in die nächste Gasse ein. Rechts, Links wieder Rechts, nun ein gekonnter Sprung über einen Gartenzaun, geduckt durch den Garten und  über die nächste Hecke auf den Gehweg. Endlich hat sie Simon hinter sich gelassen. Jetzt kann sie sich auf ihre Umgebung konzentrieren. Sie ist in einer engen, schmuddeliegen Gasse abseits von den belebten Straßen Londons. Nicht weit vom Hause ihrer Großmutter. Nach einer Weile kommt sie auf eine etwas belebtere Straße. Nun weiß sie wieder wie sie zu ihrem eigentlichen Ziel kommt. Schnell ist sie dort und setzt sich im Café neben einen Mann ganz in schwarz. In diesem Augenblick fängt es an zu regnen. „Schönes Wetter heute!“ Kathy ist noch außer Atem. „Ja und wie die Vögel zwitschern“, das sind die Codeworte. Der Mann faltet seine Zeitung zusammen und blickt ihr ins Gesicht. Sie erschaudert er hat eine lange Narbe quer übers Gesicht, welches dadurch abscheulich entstellt ist. Sie lässt sich nichts anmerken und will zum Geschäft kommen . „Geben Sie mir dir Beweise.“ Seine stimme ist rauchig und tief. „Erst möchte ich wissen wo mein Vater ist.“

Dieses Gespräch fand zwei Monate nach der Entführung von Mr. Keneth , Kathy’s Vater statt. Kurz vor seinem Verschwinden hatte er an einem Besonders heiklem Fall gearbeitet. Ihm war es gelungen einen Ring von Datendieben hoch zu nehmen. Doch leider konnte er die Beweise nicht weitergeben bevor, er entführt wurde. Um an die Daten zu kommen kidnappten sie ihn. Doch in seiner Wohnung fanden sie nicht das was sie suchten. Also setzten sie sich mit Kathy in Verbindung. Sie drohten ihren Vater umzubringen, wenn sie nicht die Daten finden und zu ihnen bringen würde. Da stand Kathy vor einem Problem, da sie nie wirklich viel von der Arbeit ihres Vaters gehalten hatte und so fast nicht darüber wusste. Nur durch die Hilfe eines Tipps ihres Vaters fand sie die Beweise in einem Geheimfach in der Waschmaschine. Dort hatte er als sie noch Kind war, immer die Süßigkeiten vor ihr versteckt. Jetzt hatte sie die Beweise und musste sie nur noch übergeben. Doch das war gar nicht so einfach, erst musste sie sichergehen das ihr Vater noch lebte, aber wie sollte sie das?  Sie hatte weder eine Telefonnummer sonst noch etwas. Sie musste warten bis die Entführer sie kontaktierten, dies dauerte drei Tage, drei Tage die sich für Kathy wie ein ganzes Leben anfühlten. Als sie sagte sie hätte die Beweise, durfte sie wenige Sekunden die Stimme ihres Vaters hören. Kathy war so erleichtert, aber sie konnte sich immer noch nicht sicher sein, das sie ihn nicht einfach Töteten nachdem sie jetzt wussten das sie die Beweise hatte.
Sie wurde darauf hingewiesen das sie mit niemanden darüber sprechen dürfe und wenn auch nur jemand die leiseste Ahnung hätte, würden dieser jemand und sie sterben. Diese Warnung nahm Kathy durchaus sehr ernst, aber es war die Hölle nicht mal mit Simon darüber sprechen zu können.  Mehrmals hätte sie sich fast verquasselt, hatte sich aber immer noch zurückhalten können.

Fortsetzung
Wo sie jetzt an die Geschehnisse der letzten Zeit dachte, konnte sie kaum glauben wo sie da hinein gerutscht war. Der Mann lacht „Wenn sie ihren Vater überhaupt nochmal lebendig sehen wollen, dann sollten sie jetzt keine Faxen machen sondern mir einfach die Daten geben.“ Sein Gesicht wird ernst „ Wir werden von meinem Boss beobachtet, wenn irgendetwas schief läuft sagt er meinem Kumpel Bescheid und Ihr Vater ist Tot!“ Kathy ist jetzt totenbleich, sie kann ihre Angst nicht mehr überspielen. Trotzdem

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Leseprobe Halte durch! Kapitel 2 by Saga

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2.   Eine heile Familie?
Am nächsten Morgen hatte sich meine Wut gelegt und meine Tränen waren versiegt. Jedoch wartete sofort nach dem Aufwachen ein weiterer Schock auf mich. Als ich verschlafen meine Beine aus dem Bett schwang, schaute ich auf meinen kleinen, länglichen Läufer, der vor meinem Bett lag. Dort hatte Finn sich breit gemacht! In einen Schlafsack gehüllt lag er da und trotz des dicken Stoffes konnte ich sehen, wie sich sein Oberkörper in ruhigen, gleichmäßigen Abständen hob und senkte. Im ersten Moment wollte ich ihn anbrüllen und fragen, was er hier machte. Doch nach ein paar Sekunden der Überlegung entschied ich mich gegen diese Variante und schlich auf Zehnspitzen aus meinem Zimmer.
„Guten Morgen Schatz. Hast du gut geschlafen?“, begrüßte mich meine Mutter. Ralf und sie saßen bereits fertig angezogen am Frühstückstisch. Auch ich hatte schon meine Jeans und ein Top an. Dass ich mich gestern Abend noch nicht einmal ausgezogen hatte, weil ich über meinen Tränen eingeschlafen war, musste ich ja keinem verraten. „Ja so mehr oder weniger.“, murmelte ich verschlafen, „Ich glaube, Finn hatte eine weitaus unbequemere Nacht.“ „Wieso das denn?“, wollte Ralf sofort wissen. „Ach, er dachte wohl, der Boden sei bequem.“, grinste ich. Auch auf Ralfs Lippen breitete sich ein Lächeln aus und meine Mutter konnte schon gar nicht mehr an sich halten. „Er hat allen Ernstes auf dem Boden geschlafen? Der Arme.“, prustete sie. Abwartend stand ich vor dem Toaster und wartete sehnsüchtig mit knurrendem Magen darauf, dass das Ding mein Frühstück braun gebrannt wieder ausspuckte. Meine Mutter hatte in der Zwischenzeit einen Platz für mich gedeckt und ich setzte mich zu ihnen. Vielleicht wurde dieser Tag ja gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Ich musste den beiden nur eine Chance geben. „Ralf, wie haben du und meine Mutter sich eigentlich kennengelernt?“ „Ach das war eine ganz simple und unspektakuläre Sache. Wir saßen zur selben Zeit im selben Café. Als ich deine Mutter so alleine sah, konnte ich einfach nicht anders und sie ansprechen, schließlich war sie mir sofort ins Auge gefallen.“, erklärte er mit einem verliebten Lächeln auf den Lippen und seine Augen funkelten vor Begeisterung wie die eines Teenagers bei seiner ersten „großen Liebe“.
„Morgen.“, grummelte Finn plötzlich hinter mir und ich wandte meinen Kopf. Er sah wirklich nicht gerade richtig wach aus, doch ich konnte nicht behaupten, dass er mir sonderlich leid tat. Ich glaube, als erste Nacht in seinem neuen Zuhause war das das wunderbarste Willkommensgeschenk, was ich ihm machen konnte. Ich konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. „Na, war der Boden bequem?“ „Ach, hör bloß auf.“, murrte er weiter, stützte sich mit den Händen in seinem Rücken ab und beugte sich zurück. Ich hörte es merklich knacken. „Genügt das als Antwort auf deine Frage?“ „Allerdings.“, schmunzelte ich und wandte mich wieder meinem Toast zu. Mein hungriger Magen war mir definitiv wichtiger als er. Auch er suchte sich den letzten freien Platz und ließ sich erschöpft darauf fallen. „Du hättest wohl besser auf der Couch im Wohnzimmer schlafen können.“, begrüßte ihn sein Vater, der nun auch nicht anders konnte, als lächeln. „Und ihr das Zimmer überlassen? Nein, sie soll sich schon mal daran gewöhnen, dass sie von nun an nicht mehr alleine dort hausen wird.“ Nun war es an Finn, zu lächeln und mir siegessicher zuzuzwinkern. Aber da hatte er die Schlacht noch nicht gewonnen, das letzte Wort hatte ich in der Sache bestimmt noch nicht gesprochen. „So schnell, gebe ich nicht auf, da glaub mal dran.“, stopfte ich mir den letzten Bissen meines Frühstücks in den Mund und wollte gerade aufstehen, da mischte sich meine Mutter nach langer Zeit des Schweigens wieder in das Gespräch ein. „Das wirst du aber müssen Manja. Wir haben nun einmal keinen Platz. Und auf ewig können wir Finn schließlich nicht auf die Couch verbannen. Du sollst dir ja nicht dein Bett mit ihm teilen. Dein Zimmer ist so groß, da passt auch noch ein zweites hinein.“ Ich drehte mich nicht zu ihr um, blieb nur mit der einen Hand auf der Stuhllehne stehen und atmete ein paar Mal tief durch. Ich hatte keine Lust auf weitere Diskussionen, daher ging ich stumm und mit, nach außen hin sicher wirkenden Schritten aus dem Raum und verschwand im Bad.
Gott sei Dank war dieser Tag ein Samstag und ich konnte mir ausgiebig Zeit unter der Dusche lassen. Ich mochte es gar nicht, wenn ich mich im Bad abhetzen musste. So kam ich dann eine Stunde später, frisch geduscht und einigermaßen entspannt aus dem Bad und wollte in meinem Zimmer frische Anziehsachen holen. Lässig hatte ich mir ein Badehandtuch um den Körper gebunden. Gerade öffnete ich die Tür zu meinem Zimmer, da traf mich der Schlag! Finn stand dort und war gerade dabei, einige seiner Klamotten in der einen Hälfte meines Kleiderschrankes zu verstauen. Begrüßend wandte er gerade den Kopf in meine Richtung, als sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitete. „Also.“, lachte er hämisch, „Ich weiß ja auch, dass wir ab jetzt Geschwister sind. Aber, dass du gleich so offen zu mir bist, hätte ich auch nicht erwartet.“ Beschämt und erschrocken zugleich wanderte mein Blick auf meine Füße. Nach nur wenigen Sekundenbruchteilen spürte ich, wie ich puterrot anlief. Dann murmelte ich: „Verschwinde.“ „Was hast du gesagt, ich hab dich nicht verstanden.“ Seinem Tonfall nach zu urteilen grinste er immer noch blöde vor sich hin. „RAUS!…”

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