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Archiv für die Kategorie ‘Übungen’

Die Suche nach Fragen und Antworten #2

Letztens habe ich mich aus verschiedenen Gründen damit beschäftigt, was eine Rolle die Geschichte der Welt in einer Fantasy-Welt spielt.

Ist sie sehr wichtig, vielleicht sogar unerlässlich, oder eher weniger von Belang und schon gar nicht von Nöten?Nachdem ich dann einfach mal als gedankliches Experiment eine zweiseitige Zusammenfassung der wichtigsten geschichtlichen Daten meiner Welt geschrieben habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass sie zwar sehr wichtig, aber nicht unbedingt von Nöten ist, wobei es immer darauf ankommt, wie die eigentliche Geschichte, der Plot, angelegt ist. Für den kleinen Dieb, der sich irgendwie duchs Leben schlagen muss und dabei an einen Magier gerät, wird die Vergangenheit nicht von Bedeutung sein. Bei einem König, Kriegsherren oder Gelehrten dagegen sollte/muss die Vergangenheit in Betracht gezogen werden. Wer war ehemals ein Feind des Lands? Gibt es besondere Ereignisse in der Vergangenheit, auf die ein Herrscher achten muss? Gerade im Fantasy-Roman sollte die Frage geklärt sein, ob es nicht ein bekanntes Übel, etwas grausam Böses gibt, das bereits in vergangenen Tagen in den Schatten herumgekrochen ist und die künftige Geschichte immer wieder verändert hat.

Je nach dem wie dann diese Geschichte aussieht, verändert sich auch das Verhalten der Bürger in der Gesellschaft. Ein Krieg zwischen zwei Ländern, der erst vor wenigen Jahren beigelegt wurde, wird noch immer Antisymphatien bei den Bürgern der beteiligten Staaten gegeneinander wecken. (Bestes und grausamste Beispiel:Der zweite Weltkrieg) Das selbe Prinzip gilt natürlich auch für Staaten, die schon lange in Frieden und Harmonie miteinander leben.

 

Ein Punkt, der mir aber durch meinen Test sehr ans Herzen gewachsen ist, ist, dass Charaktere in Dialogen, bei Flüchen, bei Belehrungen immer wieder Bezug auf die Geschichte des Landes/der Welt nehmen können. Wenn diese in einem Gespräch Zitate von vergangenen großen Persönlichkeiten einbauen, wirkt dies -zumindest meines Empfindens nach- sehr förderlich für die Atmosphäre. Man merkt, dass die Leute auch wirklich in ihrer Welt leben und dort aufgewachsen sind, was die Glaubwürdigkeit, die es bei einem Fantasy-Roman doch zu erbringen gilt, doch deutlich steigert. Schließlich beschäftigt auch die Gretchenfrage heutzutage noch viele Menschen, auch wenn es schon ein paar Jährchen her ist, dass sie gestellt wurde.

 

Ein weiterer Punkt für die Glaubwürdigkeit der Welt ist die Zeit an sich. Bzw. ihre Rechnung. Jede Geschichte braucht mindestens eine Zeitrechnung. Ganz wie es dem Autor beliebt, können dabei gerne auch mal mehrere bei herumkommen. Es ist nämlich durchaus wahrscheinlich, dass Staaten/Länder, die so nichts mit einander zu tun haben und eventuell auch noch durch geographische Begebenheiten voneinander getrennt sind, individuelle Zeitrechnungen entwickeln, andere Schlüsselereignisse ihrer jeweiligen Geschichte als den “Nullpunkt” ihrer Rechnung setzen.

Die einen setzen vielleicht die Entstehung der Welt oder ihres Gesschlechts als den “Nullpunkt” und zählen von da an einfach hoch. Andere Staaten, vielleicht diejenigen mit einem größenwahnsinnigen Herrscher, wählen den Einsatz dieses Monarchens als ihre “Nullpunkt”. Alles was davor geschehen ist, ist dann entweder verbotene Geschichte, oder wird ganz einfach mit “200 vor Bliblablubbs Geburt/Herrschaft” betitelt. Hier kann dann der Autor diese Informationen für Erzählungen über die Welt verwenden und Eckdaten über die Geschichte der Geschichte herausgeben. Wobei ich das auch nur dann in großem Umfang tun würde, wenn ich mir vornehme mehrere Bände zu schreiben. In einem “leichten” Fantasy-Roman von~ 400 Seiten würde das viel zu viel Raum einnehmen und die Geschichte nur zäh machen und mit Informationen überladen.

 

Die Suche nach Fragen und Antworten #1

Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/recherche/die-suche-nach-fragen-und-antworten/

Nun die Antwort ist nicht 42, also kann ich euch schon einmal ein wenig beruhigen… Ein Handtuch hab ich trotzdem. (@Die, die es kennen: Die Anspielung musste sein. ^^ @Rest: Einfach ignorieren)

Aber nun gut nun zum eigentlichen Thema in diesem Thread. Ich hab mich dazu entschieden meine Gedanken rund ums Schreiben einfach mal nieder zu schreiben und dabei eine Art Schreibtagebuch zu verfassen. Die Texte werden recht spontan entstehen und womöglich wenig wissenschaftlich fundiert sein und sie können ebenso Fehler enthalten. Und da kommt ihr ins Spiel. Ich mag Diskussionen. ^^
Also zögert nicht meine Gedankengänge rund um ein Thema einfach mal auseinanderzupflücken. Böse werd ich euchs garantiert nicht nehmen, ganz im Gegenteil.

Daher fang ich auch einfach mal mit dem Problem an, das mich momentan vom ernsthaften Weiterschreiben am “Auge des Sehers” hindert. Und das wäre die Gesellschaft.
Die Gesellschaft? Da lebst du doch jeden Tag drin, wie kann das ein Grund für eine Schreibblockade sein? Das könnt man sich durchaus fragen. Und würde ich in einem anderen Genre als der Fantasy schreiben, so würde ich dem sogar zustimmen. Aber da ich dies nun mal nicht tue, häufen sich ein paar gedankliche Herausforderungen vor mir auf.
Schließlich habe ich keine Lust unsere aktuelle Gesellschaft einfach synonymhaft in meine Geschichte zu übernehmen. Das ist mir ehrlich gesagt zu unspannend.

Damit steht also schon einmal fest, dass ich meine eigene Gesellschaft entwickeln muss. So das ist aber einfacher gesagt als getan. Schließlich stellt sich jetzt die Frage, wie eine Gesellschaft überhaupt so zusammengesetzt ist. Die Regierung und damit das politische System, das Willensbildung betreibt und damit direkten Einfluss auf die Denkart der Menschen in der Gesellschaft nimmt, darf natürlich auf gar keinen Fall fehlen. So weit so gut. Aber bevor wir ins Detail gehen, sollten doch erst einmal die groben Sachen geklärt werden.
Wie groß ist die Gesellschaft?
Was für Leute leben in dieser Gesellschaft?
Was für Wesen leben in dieser Gesellschaft?
Wo lebt diese Gesellschaft?
Hat die Gesellschaft willensbildende Beziehungen zu anderen Gesellschaften?
Lebt die Gesellschaft in einem Zustand der Gewalt oder der intellektuellen Erkenntnis?
Ist sie autonom oder abhängig?

Sind diese Fragen, die durchaus relevant für den eigentlichen Plot sein können und höchst wahrscheinlich in irgendeiner Form zu irgendeinem Zeitpunkt auch sind, beantwortet, kanns schließlich ein wenig genauer werden. Die Regierung wird an die entsprechenden Umstände angepasst. Ein riesiges Land wird nur unter bestimmten Bedingungen in einer Polis leben etc. Hier gilt, dass die Regierungsform möglichst so gestaltet sein sollte, dass sie später in irgendeiner Form den Weg des Protagonisten kreuzen wird. Dies kann in nationalistischen Wesenszügen der Bürger sein, aber auch in einer Revolution, die durch anhaltende Ausbeutung der Bauern etc. hervorgerufen wurde, sein.
Haben wir also die Züge der Regierung, sowohl die groben verfassungstechnischen, die schließlich in Gesetzen die Bürger beeinflussen, als auch die menschlichen Züge, wie den Charakter des Königs, falls dieser wichtig sein sollte, festgelegt, geht es an die Menschen.

Warum sind sie nun das letzte Glied in dieser Kette? Verallgemeinert gesagt ist der Geist der Menschen ein Produkt der Regierung. Sie hat die höchste Macht in der Gesellschaft und hat somit auch die Möglichkeit den Willen der Menschen zu beeinflussen, in welcher Art auch immer. Der einzelne Mensch muss sich also an die Regierung und deren Verfügungen, Gesetze, Eigenarten, Schwächen, Grausamkeiten und positiven Eigenschaften anpassen und nicht umgekehrt. Eine Regierung die sich im Entstehungsprozess an den einzelnen Bürger, oder sogar Charakter anpasst, wird sich also durchaus die Blöße geben logische Schwächen aufzuweisen.

Prota soll Nebencharakter 1 (NC1) treffen, NC1 soll ihm aber nicht gut gesinnt sein, weil seine Gesellschaft eine Abneigung gegenüber Außenseiter hat. NC1 mag Prota also nicht. Warum? Entweder weil er selbst böse Erfahrungen mit Fremden gemacht hat (persönliche, charakterbedingte Gründe, die hier nicht angesprochen werden sollen), oder aber weil ein Fremder Ärger anzieht, der in Verbindung mit der Regierung steht. Also wird die Regierung kurzerhand so angepasst, dass sie einen Grund liefert, warum sich derjenige so verhalten soll. Würde man dies in diesem Muster fortführen, bei jedem NC, den der Prota trifft, so würde es wohl schon nach einiger Zeit ein Chaos in den Gesetzen geben, das selbst das Deutsche Gesetzeswerk toppen würde.

Also sollte man vom Ganzen auf das Große schließen und von dem Großen auf den Einzelnen. [...]
Zumindest ist das meine Erkenntnis, nachdem ich im Moment einfach Stocke, weil ich nicht weiß, wie ich die unterschiedlichen Leute in den ganzen Ländern und Städten reagieren lassen soll. So müsste es, rein theoretisch, besser funktionieren. Ob das in der Praxis wirklich so klappt, wird sich wohl nach den nächsten Klausuren zeigen… ;D

5er- Wortpuzzle

Originalthread: http://www.weg-des-stifts.de/smf/herausforderungen-fur-eure-finger/das-5er-wort-puzzle/

Auf einen Wunsch von Saga hin, eröffne ich diese Thread und hoffe, dass er regen Anklang finden wird. Hier einmal Sagas Erklärung:

Ich hätte eine Idee für einen Thread (na ja gut, es war nicht original meine :P).
Dabei geht es jedenfalls darum, dass ein Schreiber von einem Anderen eine Liste mit 5 Wörtern bekommt. Aus diesen fünf Wörtern muss derjenige dann eine Geschichte basteln, in der besagte Wörter vorkommen. Sie sollen jedoch keine Kernbegriffe sein (oder müssen es nicht), sondern sie können auch einfach nur so darin vorkommen.
Zum Beispiel:

Auf der Liste steht Regenschauer.
Dann kann der Verfasser auch einfach schreiben, dass ein kalter Regenschauer auf ihn niederprasselte. Dabei muss Regenschauer jedoch nicht zentral für die Handlung der Geschichte sein.

Liebe Grüße, Saga

Mit anderen Worten: Ihr erfindet einen roten Faden und puzzelt die vorgegebenen Wörter so hinein, dass sie das Gesamtbild verschönern.

Damit das allerdings auch eine “Herausforderung für eure Finger” ist, gibt es von mir noch ein zwei Richtlinien.
1. Versucht die Geschichte doch bitte in einem Stück zu schreiben. Also beim Schreiben nur eine Pause einlegen, wenn es muss.
2. Der erste, der zu einer Liste etwas gepostet hat, darf eine neue Liste mit 5 Wörtern für die nächsten Schreiberlinge posten.
3. Wenn ihr wollt, könnt ihr in der neuen Liste auch ein 6. Wort hinzufügen, das sich dann irgendwie auf den roten Faden der Story beziehen soll. Quasi als Inspirationsquelle für den nächsten Schreiberling. (das Wort muss nicht wörtlich im Text erwähnt werden)
4. Viel Spaß :P

Hier ist die erste Wortliste:

1. Regenschirm
2. Freiheit
3. Auto
4. Kopfhörer
5. Pokémon!

Übung: Landschaftsbeschreibung

Es ist im Grunde eine absolut simple Übung, aber unablässlich in jedem längeren Roman.

Jede Woche wird von mir ein Foto einer Landschaft oder eines “Ausblicks” verklinkt und alle die mitmachen wollen, schreiben dann zu diesem Foto eine passende Beschreibung. Die muss nicht lang sein und muss sich auch nicht unbedingt darauf beschränken, was man sieht.
Die Form, in der ihr es beschreibt ist völlig egal. Ich Perspektive, 3. Person, oder neutraler Bericht. Völlig egal. Ihr könnt anhand dieser einen Landschaft vielleicht sogar eine komplette Geschichte erzählen. Aber bedenkt, dass sie nicht zu lang werden sollte.
Bringt eure ersten Eindrücke mit rein und lasst euren Ideen einfach freien Lauf!

Hier das Bild der Woche: Klick mich!

Und die Ergebnisse könnt ihr hier ansehen (Achtung Registrierung erforderlich): Klick auch mich!

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